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Live Oper: Boris Godunov

Klassik im Kino 2017/18

FR 2018, 130 min, R: Ivo Van Hove, D: Ildar Abdrazakov, Evdokia Malevskaya, Ruzan Mantashyan, Alexandra Durseneva, Maxim Paster 


Schon Puschkin hatte sich gefragt: „Was ist eine Seele? Eine Melodie vielleicht…“

Als Puschkin 1824 sich daranmachte, mit „Boris Godunov“ sein erstes historisches Drama zu schreiben, war ihm nicht bewusst, mit welchen Titanen er sich messen würde. Erst nach einer eingehenden Lektüre der Werke Shakespeares wagte er sich an die Beschreibung der von Wirren und Unruhen geprägten Herrschaft des Zaren von Russland (1598 – 1605). Die politische Fabel, in der Boris den Geist des Kindes, das er ermorden ließ, um den Thron zu besteigen, als Hochstapler auftaucht, erinnert in der Tat an Macbeth.
Modest Mussorgski hat diese epische Dichtung in eine Reflexion über die Einsamkeit der Macht umgewandelt und zu einem volkstümlichen Drama umgeschrieben, in dem das ewig leidende russische Volk den wahren Protagonisten stellt. Der im Umgang mit großen politischen Fresken vertraute Ivo Van Hove präsentiert mit diesem Stück seine erste Inszenierung an der Pariser Oper.

Modest Mussorgski / Oper in drei Akten /
130 min
Gesungen in Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Ivo Van Hove
Dirigent: Wladimir Jurowski
Mit: Ildar Abdrazakov, Evdokia Malevskaya, Ruzan Mantashyan, Alexandra Durseneva, Maxim Paster

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