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Nurejew – The White Crow

Nurejew – The White Crow

GB/FR/RS 2019, 127 min, Engl./OmdtU, R: Ralph Fiennes, K: Mike Eley, D: Oleg Ivenko, Adèle Exarchopoulos, Ralph Fiennes, Louis Hofmann, Raphaël Personnaz, Olivier Rabourdin 


Die unglaubliche Geschichte der sowjetischen Ballettlegende Rudolf Nurejew.

Paris in den 1960er Jahren: Der Kalte Krieg befindet sich auf seinem Höhepunkt, und die Sowjetunion schickt ihre beste Tanzkompanie in den Westen, um ihre künstlerische Stärke zu demonstrieren. Das Leningrader Kirow-Ballett begeistert die Pariser Zuschauer, aber ein Mann sorgt für die Sensation: der virtuose junge Tänzer Rudolf Nurejew. Attraktiv, rebellisch und neugierig, lässt er sich vom kulturellen Leben der Stadt mitreißen. Begleitet von der schönen Chilenin Clara Saint streift er durch die Museen und Jazz-Clubs der Stadt, sehr zum Missfallen der KGB-Spione, die ihm folgen. Doch Nurejew genießt den Geschmack der Freiheit und beschließt, in Frankreich politisches Asyl zu beantragen. Ein höchst riskantes Katz-und-Maus-Spiel mit dem sowjetischen Geheimdienst beginnt.

ÜBER RUDOLF NUREJEW (1938-1993)
Rudolf Nurejew kam in der Transsibirischen Eisenbahn zur Welt, im März 1938, irgendwo in der Nähe von Irkutsk. Er wuchs in der Großstadt Ufa in tiefer Armut auf, fernab von jeder Hochkultur. Doch als der kleine Junge mitten im Krieg einmal eine Ballettvorstellung besuchen konnte, wusste er, dass das Ballett sein Leben sein würde. Er begann zu tanzen, gegen den Willen seines strengen Vaters, eines Politoffiziers der Roten Armee.
Er bewarb sich für eine staatliche Ballettausbildung am Choreographischen Institut Leningrad, und obwohl er mit 17 Jahren eigentlich zu alt war, wurde er aufgenommen. Er lernte bei dem berühmten Ballettmeister Alexander Puschkin, absolvierte die Ausbildung in kürzerer Zeit als vorgesehen und wurde dann Ensemblemitglied am berühmten Leningrader Kirow-Ballett. Schon damals fiel er durch seine ungewöhnliche Bühnenpräsenz auf. Und bereits in diesen jungen Jahren widersetzte er sich, wenn ihm etwas nicht passte: So lehnte er die üblichen Pumphosen ab und trat stattdessen in körperbetonten Tanz-Leggins auf. Ausgerechnet das klassische Ballett, diese alte Kunst des Zarenreichs, wurde im Sowjetreich gefördert – auch zu Propagandazwecken. Die berühmten Kompagnien wurden ins Ausland geschickt, und so kam Nurejew schon 1959 in den Westen und tanzte bei den Weltjugendfestspielen in Wien. Im Frühsommer 1961 reiste er mit dem Kirow-Ballett nach Paris und wurde als Tanzsensation gefeiert. Dann wurde ihm auf dem Flughafen Le Bourget eröffnet, dass er nicht mit der Kompagnie nach London weiterreisen dürfe, sondern nach Hause geschickt würde. Nurejew bat zwei französische Polizeibeamte um politisches Asyl und lief in den Westen über: Das war auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges ein Politikum – und für Nurejew der Beginn eines rasanten Aufstiegs zu Weltruhm.

Nächste Spieltermine:

So. 29. September 11.15 Uhr OmU Movie 3
Zum Reservieren klicken Sie bitte auf den gewünschten Termin. Bitte beachten Sie, dass u. U. nicht für jede Vorstellung reserviert werden kann.
Programmänderungen (auch Saalwechsel) vorbehalten.
Nurejew – The White Crow
Moviemento-Programmzeitung
Nr 368 - September 2019
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