drucken

Was uns bindet

Was uns bindet

AT, 2017, 102 min, OdF, R: Ivette Löcker 


Ivette Löcker zeichnet ein fein gewobenes Portät ihrer eigenen Familie, das – ohne eine nötige Distanz aus den Augen zu verlieren – Melancholie, aber auch humorvolle Momente zulässt.

Die in Berlin lebende Regisseurin Ivette Löcker besucht ihre Eltern im Lungau. Das angedachte Erbe soll begutachtet werden. Vater und Mutter leben seit Jahrzehnten getrennt, aber beide immer noch im gemeinsamen Haus – er im Keller, sie in den Wohnräumen. Die Töchter sind alle drei mehr oder weniger weit weg gezogen.

>Niemals – und ich verwende dieses Wort jetzt bold, im Sinne von gewagt und fettgedruckt, – habe ich einen ergreifenderen Dokumentarfilm zum Thema Familie gesehen, als Ivette Löckers WAS UNS BINDET.< - Alexandra Zawia
>kluges, ambivalentes Familienporträt< - critic.de
>grandioser Dokumentarfilm< - SKIP
>Double Bind – Elternporträt mit Verspannungsbogen< - kolik-film
>Ivette Löcker zeichnet ein fein gewobenes Portät ihrer eigenen Familie, das – ohne eine nötige Distanz aus den Augen zu verlieren – Melancholie, aber auch humorvolle Momente zulässt.< - film.at

AUS EINEM INTERVIEW MIT DER REGISSEURIN
Stärker noch als in Ihren anderen Paar-Filmen sind Sie hier ja auch involviert, und zwar nicht nur als Filmemacherin, sondern als Tochter, Schwester, Familienmitglied. Die »Dreiecksbeziehung« besteht also im Fall von WAS UNS BINDET schon bevor Sie als Filmemacherin anwesend sind …
Der Gedanke, dass meine Eltern, meine Familie, Protagonisten eines meiner Dokumentarfilme werden könnten, hat sich in meinem Kopf erst über einen längeren Zeitraum zu einer konkreten Idee geformt. In diesem Prozess hat sich mein Blick auf sie allmählich verschoben – vom Blick der Tochter bzw. Schwester hin zum Blick als Regisseurin. Wie könnten sie vor der Kamera wirken? Welche Szenen könnten sich für sie eignen? Wie natürlich würden sie agieren? Könnte ich mich selbst raushalten? Wie würde sich die familiäre Dynamik auf mich und die Filmarbeit auswirken? Für mich war dann sehr früh klar, dass ich bei WAS UNS BINDET nicht nur als Filmemacherin anwesend sein kann, sondern auch als Protagonistin Teil des Films sein werde. Diese beiden Rollen sind sich – sind mir – manchmal in die Quere gekommen. Es gibt Szenen, die mir als Tochter weh tun, die ich aber zugleich mit dem Blick der Filmemacherin wichtig oder erhellend finde. Die Kamera fungierte auch als Schutzschild, der es mir möglich gemacht hat, immer mal wieder einen Schritt zurückzutreten und die eigene Familie und die eigene Involviertheit von außen zu betrachten. Im Unterschied zur Arbeit mit Protagonist/innen, die man noch nicht so lange kennt wie die eigenen Eltern und Schwestern, weiß man allerdings viel eher, wie sie reagieren werden.

Nächste Spieltermine:

Fr. 15. Dezember 16:20 Uhr OdF Movie 2
Mo. 18. Dezember 16:00 Uhr OdF Movie 2
Zum Reservieren klicken Sie bitte auf den gewünschten Termin. Bitte beachten Sie, dass u. U. nicht für jede Vorstellung reserviert werden kann.
Programmänderungen (auch Saalwechsel) vorbehalten.
Was uns bindet
Moviemento-Programmzeitung
Nr 347 - Dezember 2017
Bestes Kino EuropasRettet das Kulturland OÖKIK 2017/18Berliner Philharmoniker: Silvesterkonzert 2017/18Der letzte Film des Jahres
schliessen [X]
Film der Woche: Der Mann aus dem Eis