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Wie die Mutter, so die Tochter

Telle mère, telle fille

FR, 2016, 94 min, R: Noémie Saglio, K: Pierre Aïm, D: Juliette Binoche, Camille Cottin, Lambert Wilson, Catherine Jacob, Jean-Luc Bideau, Michaël Dichter 


Komödie, in der Mutter und Tochter während einer gleichzeitigen Schwangerschaft ihre Beziehung neu sortieren.

Avril und ihre Mutter Mado sind zwar ein Herz und eine Seele, könnten aber unterschiedlicher nicht sein. Avril, 30, ist verheiratet, angestellt und lebt ihr Leben strikt nach Plan, während ihre Mutter seit ihrer Scheidung eine zweite Pubertät durchlebt und ihrer Tochter in jeglicher Hinsicht auf der Tasche liegt. Mutter- und Tochterrolle sind komplett vertauscht, und als sich die beiden Frauen dann auch noch zur gleichen Zeit schwanger unter einem Dach wiederfinden, ist der große Eklat unausweichlich. Genauso wenig wie Mado inmitten ihres Jugendwahns bereit ist, erneut Mutter oder gar Großmutter zu werden, kann Avril sich ihre eigene Mutter als späte Mutter vorstellen!
WIE DIE MUTTER, SO DIE TOCHTER ist eine berührende und dabei ebenso komische wie tiefgründige Liebeserklärung an alle Mütter und Töchter – und ja, auch die Väter dieser Welt! –, die auf gänzlich lebensbejahende Art zeigt, dass, ganz gleich wie unterschiedlich Mutter-Tochter-Beziehungen auch sein mögen, am Ende nur eines zählt: das unzertrennbare Band der Liebe, das alle verbindet.

AUS EINEM INTERVIEW MIT DER REGIE
Hatten Sie beim Schreiben bereits
bestimmte Schauspieler im Kopf?
Bei der Rolle der Tochter habe ich sofort an Camille Cottin gedacht, für mich ist sie die talentierteste und mutigste Schauspielerin ihrer Generation. Ganz egal, wie wunderlich, verzweifelt, überspitzt Szenen auch geschrieben sein mögen, ihr Spiel ist immer stimmig, nie »überspielt«. Außerdem hat sie den nötigen Mut, alles auszuprobieren. Ihr Spiel ist ein sehr physisches, wenn sie spielt, spricht ihr ganzer Körper. Man möchte meinen, sie hätte jahrelang getanzt. Ich finde es überwältigend, was sie vor der Kamera aus einer Rolle herausarbeitet, ich bin jedes Mal so begeistert, dass mir das Schneiden ihrer Szenen unheimlich schwer fällt. Und sie ist eine meiner engsten Freundinnen, ich kann mir nicht vorstellen, einen Film ohne eine Figur zu machen, die ihr oder mir ähnelt. Denn Camille ist meine Muse und mein Alter-Ego, für mich ist sie wie eine Zwillingsschwester. Meine eigenen Neurosen, Fragen und meine Fantasie stecken in den Figuren, die ich für sie kreiere. Camille eignet sich in ihren Figuren diese meine Eigenheiten auf wundervolle Weise an.

__ Ein urkomisches Schelmenstück.
– Télé Loisirs

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Wie die Mutter, so die Tochter
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Nr 344 - September 2017
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