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Was hat uns bloß so ruiniert

Was hat uns bloß so ruiniert

AT 2016, 96 min, R: Marie Kreutzer, K: Leena Koppe, D: Vicky Krieps, Marcel Mohab, Pia Hierzegger, Manuel Rubey, Pheline Roggan, Andreas Kiendl 


Drei befreundete Paare entscheiden sich, gleichzeitig Eltern zu werden.

Sie sind mitteljung, beruflich erfolgreich, cool. Idealistisch und konsumgeil zugleich, züchten sie am Balkon ihrer Innenstadtwohnung Bio-Tomaten, trinken lokal gerösteten Kaffee und Hugo, sind auch mal auf den Donnerstagsdemos und würden sich nie ein elektronisches Gerät ohne Apfel-Logo zulegen. Und sie sind sich sicher, dass man auch Kinder haben kann, ohne spießig zu werden. Unversehens erleben alle drei Paare das Alltäglichste der Welt, das jeder trotzdem für eine individuelle Grenzerfahrung hält – natürlich! Es gleicht eben trotzdem einem Wunder, wenn ein neuer Mensch auf diesem Planeten landet. Und sie sind sicher: Nichts kann sie spießig machen. Im Gegenteil: Stella will die Welt in Staunen versetzen durch ihre Coolness und ihre Liebe und die Makellosigkeit ihres Bindegewebes.
Die Schwierigkeiten, die Überforderung, die Schönheit der Einzigartigkeit namens Kinderkriegen – all dies wird in WAS HAT UNS BLOSS SO RUINIERT? anhand dreier Neo-Familien ausgewogen und pointiert durchdekliniert. Es geht um die Einmischungen anderer und die Auflösung des bisherigen Ichs, das nun einem mütterlichen Ich gewichen ist. Es geht um die Veränderung von Alltag, Beziehung und Freundschaften, um Krisen und um neue Wertigkeiten. Es geht um das Beglückendste und das zugleich Anstrengendste. Und darum, die Wickeltaschen der Stunde – die bunte Palette der Fjällräven-Kånken-Rucksäcke – und iPads rund um Sandkisten zu zählen. Auf in den Glaubenskrieg Kindeserziehung!

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Was hat uns bloß so ruiniert
Moviemento-Programmzeitung
Nr 332 - September 2016
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Film der Woche: Meine schrecklich verwoehnte Familie