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Chucks

Chucks

AT, 2015, 93 min, R: Sabine Hiebler, Gerhard Ertl, K: Wolfgang Thaler, D: Anna Posch, Markus Subramaniam, Thomas Schubert, Stefanie Reinsperger, Susi Stach, Lola Khittl 


Diese Verfilmung des Erfolgsromans von Cornelia Travnicek erzählt die Liebesgeschichte zwischen der Schulabbrecherin Mae und dem unheilbar kranken Paul.

Lebe. Liebe. Tanze. Jetzt! Mae zieht als Punk in den Converse-Schuhen ihres verstorbenen Bruders durch die Straßen Wiens. Sie lebt von Dosenbier, besprayt Wände, versucht sich bei Poetry Slams. Ein bürgerliches Leben interessiert sie nicht, sie sucht Grenzerfahrungen. Als sie im Aids-Hilfe-Haus eine Strafe abarbeiten muss, lernt sie Paul kennen und verliebt sich in ihn.CHUCKS, der neue Film von Sabine Hiebler und Gerhard Ertl (ANFANG 80), erzählt eine federleichte Geschichte vom Aufwachsen zwischen Liebe und Tod, voll Humor, mal aufwieglerisch laut, dann wieder überaus zärtlich – ganz im Sinne seiner literarischen Vorlage, des Erfolgsromans von Cornelia Travnicek.

REGIESTATEMENT
Als wir CHUCKS von Cornelia Travnicek zum ersten Mal gelesen haben, war es für uns erstaunlich, wie viele Parallelen dieser Roman zu unserem Film Anfang 80 aufweist. Auch in CHUCKS geht es um Liebe und Tod – eine Themenkombination, zu der wir einfach nicht nein sagen können – und um die damit verbundenen, überwältigenden Gefühle. Beides sind Liebesdramen, in denen die Figuren an ihren Aufgaben wachsen: Die Protagonistin eckt mit Konventionsbruch an der Gesellschaft und an Institutionen an, um »ihren« Weg zu gehen. Beide Filme sind Liebesgeschichten an den Rändern des Erwachsenenlebens, nur dass CHUCKS am entgegengesetzten Ende der Altersskala angesiedelt ist. Es hat uns gereizt, ähnliche Themen aus dieser anderen, jungen Perspektive heraus zu erzählen. Jugendliche sind heute einem enormen Druck ausgesetzt. Wir haben uns gefragt: Wie ist es heute als Teenager, in eine Gesellschaft hineinzuwachsen? Wie ist es angesichts des aktuellen humanitären und ökonomischen Desasters, aus vielfach überforderten, gescheiterten Familien heraus sein eigenes Erwachsenwerden auf die Reihe zu bringen? Wie ist das, wenn die soziale Beschleunigung keine Zeit für persönliche Krisen zulässt – wenn kaum Raum für »nicht-börsennotierte Werte« bleibt? Wenn das bloße Funktionieren im gesellschaftlichen Hamsterrad zum Maß aller Dinge und Jugend, Pubertät, Adoleszenz zum Störfall werden. Das alles bildet den Hintergrund, vor dem die Geschichte unserer jungen Heldin spielt. Wir wollten die Handlung dabei wieder ganz auf das Gefühlsleben unserer Figuren legen: Wie bewältigen sie die Herausforderungen und Schwierigkeiten, die sich ihnen in den Weg stellen? Wir wollten mit CHUCKS eine individuelle, emotionale Geschichte erzählen.

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Chucks
Moviemento-Programmzeitung
Nr 320 - September 2015
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