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Suicide Tourist - Es gibt kein Entkommen

Selvmordsturisten

DK/DE/FR/SE/NO 2019, 90 min, R: Jonas Alexander Arnby, K: Niels Thastum, D: Nikolaj Coster Waldau, Tuva Novotny, Robert Aramayo, Jan Bijvoet, Solbjørg Højfeldt, Sonja Richter 


Eine existenzielle Reise auf der Suche nach Wahrheit und der Unausweichlichkeit des Todes in der übernatürlich wirkenden Landschaft Norwegens.

Als der Versicherungsagent Max beginnt, im Fall des verschwundenen Arthur zu ermitteln, führt ihn seine Recherche auf die Spur des myste-riösen Aurora Hotels – ein Luxushotel, das mit geplanten und betreuten Suiziden wirbt. Getrieben durch die Ermittlungen und seine eigene Existenzkrise, entschließt sich Max, das Hotel aufzusuchen. Ihm offenbart sich eine verstörende Wahrheit, die ihn dazu führt, sein Leben, den Tod und seine eigene Wahrnehmung der Wirklichkeit in Frage zu stellen. Doch einmal eingecheckt im Aurora Hotel, gibt es kein Zurück mehr…
Der dänische Regisseur Jonas Alexander Arnby schickt den GAME OF THRONES-Darsteller Nikolaj Coster-Waldau in diesem puzzlehaft zu-sammengesetzten Mystery-Thriller auf eine ebenso gewagte wie sinnliche Reise zwischen Leben und Tod.

Nach vier Jahren intensiver Autoren- und Recherchetätigkeit kann ich nun einen Film präsentieren, den ich für originell, einzigartig und bewe-gend halte. Nach meinem ersten Spielfilm WHEN ANIMALS DREAM wollte ich eine in sich geschlossene Liebesgeschichte erzählen, eingebet-tet in das Genre des Mystery-Dramas. So begann ich gleich mit der Arbeit an SUICIDE TOURIST, von dessen Konzeptidee ich vollends über-zeugt bin. SUICIDE TOURIST wirft viele Fragen auf und regt hoffentlich dazu an, sich mit den Kernthemen auseinanderzusetzen, die uns zu freien Menschen machen: Es geht um menschliche Kontrolle, Existenzialismus und Liebe.
Der Titel SUICIDE TOURIST mag zwar ein Widerspruch in sich sein, doch genau das ist die Art, auf die ich mich Themen nähere, die schwierige Debatten auslösen: Tötung auf Verlangen, menschliches Leid versus Liebe und der Sinn des Lebens.
Ich halte diese Geschichte für gleichermaßen unterhaltsam und relevant – sie sticht heraus. Der Film ist nicht politisch, aber bewegend, span-nend und existenziell. Er nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise, die ihn in Atem hält: heraus aus einem nicht klar definierten skandinavischen Alltag, hinein in eine geheimnisvolle weiße Landschaft des idealen Suizids, wo sich die Grenze zwischen Bewusstem und Unbewusstem langsam verliert. Wir entdecken die atemberaubende Welt des hohen Nordens, die kaum jemand je betreten hat und die uns doch, und davon bin ich überzeugt, allen vertraut ist.

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Suicide Tourist - Es gibt kein Entkommen
Moviemento-Programmzeitung
Nr 375 - Juli/August 2020
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