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Die Grundschullehrerin

Primaire

FR 2016, 105 min, R: Hélène Angel, K: Yves Angelo, D: Sara Forestier, Vincent Elbaz, Albert Cousi, Guilaine Londez, Hannah Brunt, Olivia Coté 


Französische Tragikomödie um die Grundschullehrerin Florence, die sich mit großer Leidenschaft für ihre Problemschüler einsetzt und dabei an ihre Grenzen stößt.

Florence ist Grundschullehrerin aus Leidenschaft. Während sie alles gibt, um ihren Schülern den Weg in eine glückliche und erfolgreiche Zukunft zu ebnen, sieht es privat chaotisch aus: Alleinerziehend, fehlt ihr häufig die Zeit für ihren Sohn, der daher zu seinem Vater ziehen will. Als zudem der kleine Sacha, ein Kind aus schwierigen Verhältnissen, neu in ihre Klasse kommt und ihre volle Aufmerksamkeit fordert, muss Florence einen Weg finden, endlich Ordnung in ihr Leben zu bringen. Sie macht da weiter, wo andere vielleicht längst aufgegeben hätten.
Die Heldin von Hélène Angels warmherzigem Film DIE GRUNDSCHULLEHRERIN zeigt auf ebenso einfühlsame wie dynamische Weise, wie viel Hingabe es erfordert, die Kleinsten in unserer Gesellschaft zu unterrichten und gleichzeitig an das Leben heranzuführen. Die wunderbare Sara Forestier in der Hauptrolle ist eine Klasse für sich: Die zweifache César-Preisträgerin überzeugt als starke Frau, die täglich den Spagat zwischen Arbeit und Privatem meistern muss und dennoch für ihre Überzeugungen und Ideale einsteht. An ihrer Seite: Vincent Elbaz und eine Schar junger Laiendarsteller, deren große Spielfreude spürbar wird, wenn sie ihren Schulalltag in all seiner dramatischen Verrücktheit auf die Leinwand bringen dürfen.

AUS EINEM INTERVIEW MIT DER REGISSEURIN:
Warum ein Film über eine Grundschullehrerin?
Es geht um eine Lehrerin, die sich für ihre Schüler aufopfert, selbst Mutter ist und sich viele Fragen stellt. Den Anstoß zu meinem Film gaben die Gefühle, die ich empfand, als mein Sohn am Ende der vierten Klasse die Grundschule verließ. Ich musste weinen, weil es das Ende seiner Kindheit markierte – er hingegen war ganz aufgeregt, weil für ihn das Tor zum Leben aufging. Da wurde mir klar, wie sehr die Schule unser Leben prägt, das der Kinder und das der Eltern, mit all ihren Initiationsriten und unterschiedlichen Etappen. Eine dieser Etappen muss im Film meine Hauptfigur Florence bewältigen. Denn sie hat vergessen, dass sie nicht nur viel zu geben hat, sondern auch von anderen lernen kann. Wir wissen doch alle, dass Lehrer heutzutage echte Helden des Alltags sind. Wir verlangen von ihnen, dass sie viele Dinge weitergeben – Wissen und Werte –, und das unter Bedingungen, die immer schwieriger werden. Ein Alltagsheld ist immer eine spannende Figur für einen Film. Florence kommt im Schulsystem einigermaßen klar, denn sie glaubt an die öffentlichen Schulen, die laizistisch ausgerichtet und kostenlos und verpflichtend sind. In einer Welt, die vom Geld regiert wird, sind es solche grundlegenden Werte, die mich berühren. Ich wollte eine Heldin schaffen, die, von ihren Gefühlen und moralischen Fragen hin und her gerissen, immer mal wieder in Stolperfallen gerät und trotzdem ihre Frau stehen muss. Das alles in einem abgeschlossenen System, das nichtsdestotrotz die Welt widerspiegelt.

__ Unterhaltsame Tragikomödie mit hohem Wohlfühlfaktor – filmstarts.de

__ Besonders schön an der turbulenten Dramödie übers Lehren und Lernen ist die positive Energie, die direkt von der Leinwand ins Publikum strömt. Dabei geht es nur auf den ersten Blick um Kinder und Schule – tatsächlich handelt der Film eher vom Beruf als Berufung. – Programmkino.de

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Die Grundschullehrerin
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Nr 349 - Februar 2018
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