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Ixcanul

Ixcanul

GT/FR, 2015, 91 min, R: Jayro Bustamante, K: Luis Armando Arteaga, D: María Mercedes Coroy, María Telón, Manuel Antún, Justo Lorenzo, Marvin Coroy 


Drama um eine junge Cakchiquel-Maya-Frau und Kaffeepflückerin, die sich der Traditionen ihrer Vorfahren besinnt.

María lebt mit ihren Eltern am Fuße eines aktiven Vulkans im Hochland Guatemalas. Die Familie ist arm, ein kleiner Bauernhof und die Arbeit auf der Kaffeeplantage sind alles, was sie haben. Regelmäßig erweisen sie dem Vulkan die Ehre und halten ihre traditionellen Rituale ab – für eine gute Ernte und für das Glück der Tochter, denn diese entwickelt sich immer mehr zur jungen Frau und ist dem Vorarbeiter Ignacio zur Ehefrau versprochen. Eine gute Partie, denn Ignacio hat nicht nur ein gutes Einkommen, er ist, im Gegensatz zu ihnen, auch des Spanischen mächtig. María scheint sich in diese Familienpläne einzufügen, hegt innerlich aber ganz andere Wünsche. Sie möchte die Welt hinter dem Vulkan kennenlernen und ist fasziniert vom Kaffeepflücker Pepe, der in die USA auswandern will. Er ist bereit, María mitzunehmen, sofern sie »nett« zu ihm ist. Bald darauf ist sie schwanger, und plötzlich steht für die Familie ihre ganze Existenz auf dem Spiel. Was wird geschehen, wenn Ignacio herausfindet, dass María ihn noch vor der Hochzeit betrogen hat? Pepe hat sich inzwischen allein aus dem Staub gemacht. Zum Glück kann María auf die volle Unterstützung ihrer Mutter zählen ...

REGIESTATEMENT
Ich verbrachte meine Kindheit im guatemaltekischen Hochland, wo das Maya-Volk lebt und Vulkane die Landschaft dominieren. Als Kind begleitete ich meine Mutter auf medizinischen Kampagnen durch das Hochland, wenn sie niemanden fand, der auf mich aufpasste. Wir besuchten viele Maya-Familien, die abgeschieden lebten und aufgrund der Geschichte ihres Volkes großes Misstrauen hegten gegenüber den Weißen, die eigentlich Mestizen sind. Eine der vielen Aufgaben bestand darin, die Mütter zu überzeugen, dass sie ihre Kinder impfen lassen sollten. Es war ein schwieriges Unterfangen, zwischen der indigenen Bevölkerung und den Mestizen eine Beziehung aufzubauen. Die Mehrheit der Maya sprach kein Spanisch und die Bergregion war wegen des bewaffneten Konflikts, der damals das Land geißelte, sehr unsicher. Als wir einige Jahre später davon erfuhren, dass Angestellte des Gesundheitswesens in den Raub von Maya-Kindern involviert waren, waren wir entsetzt. Das Verbrechen trug dazu bei, dass die sanft geknüpften und so schwer zu schaffenden Verbindungen wieder gekappt wurden. Das war der Ausgangspunkt dieser Geschichte und ist auch ihr Ziel.

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Ixcanul
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Nr 329 - Juni 2016
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Film der Woche: Das Gesetz der Familie