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Augenblicke: Gesichter einer Reise

Visages, villages

FR 2017, 93 min, R: Agnès Varda, Jean "JR" René, K: Agnès Varda, Maxime Pozzi-Garcia 


Dokumentarisches Roadmovie, das einen poetischen Blick auf Menschen im ländlichen Frankreich vermittelt.

Die 89-jährige Regie-Ikone Agnès Varda und der 33-jährige Streetart-Künstler JR machen sich mit ihrem einzigartigen Fotomobil auf, um Frankreichs Menschen und ihre Geschichten zu entdecken und zu verewigen: in überlebensgroßen Porträts an Fassaden, Zügen und Schiffscontainern. Von der Provence bis zur Normandie widmen sie ihre Kunst den Menschen – sei es dem Briefträger, dem Fabrikarbeiter oder der letzten Bewohnerin eines Straßenzugs im ehemaligen Bergbaugebiet. Landschaften verwandeln sich in Bühnen, Gesichter erzählen von vergessenen Geschichten, und aus Blicken werden Begegnungen von Herzlichkeit und Humor.
Nouvelle-Vague-Legende Agnès Varda und Fotograf JR verbindet nicht nur ihre Leidenschaft für Bilder, sondern auch ein feines Gespür für Menschen und die Poesie des Moments. AUGENBLICKE: GESICHTER EINER REISE ist ein filmischer Glücksfall, der mit einer besonderen Leichtigkeit die berührenden Begegnungen einer Reise festhält – genau wie die unwahrscheinliche und zarte Freundschaft, die zwischen den beiden Künstlern entsteht.

AUS EINEM INTERVIEW MIT DEM REGIETEAM:
Gab es einen Plan oder zumindest eine Reiseroute? Wie haben Sie einen Film entwickelt, der im Wesentlichen auf Zufällen, Begegnungen und Entdeckungen basiert?
AV: Manchmal kannte einer von uns jemanden im Dorf oder hatte eine spezielle Idee im Kopf. Dann sind wir der Sache erst mal nachgegangen. Wie immer bei Dokumentarfilmen – und ich habe eine Menge davon gemacht – hat man eine Idee, aber schon nach kurzer Zeit kommt der Zufall ins Spiel – wen man kennt und wen man trifft –, und plötzlich beginnen sich die Dinge auf eine bestimmte Person oder einen bestimmten Ort zu fokussieren. Tatsächlich lieben wir den Zufall, er ist bei uns als Assistent mit aufgeführt.
JR: Das Leben haben wir auch mitengagiert, denn der Film ist ebenso die Geschichte unserer Begegnung. Wir haben uns auf der Reise bei unserem Projekt und durch die amüsante Erfahrung, als Duo zu arbeiten, kennengelernt. Ich beginne Agnès besser zu verstehen, was sie sieht und wie sie es sieht, und sie versucht ebenfalls meinen künstlerischen Prozess nachzuvollziehen. Wir haben viel geredet und Ideen ausprobiert. Dann haben wir uns einen abendfüllenden Film ausgemalt.

__ Endlich ist Agnès Varda wieder zurück. Im Schlepptau hat sie JR, einen jungen Künstler, und eine Reise durch Frankreich, die entzückend ist. – kino-zeit.de

__ Der essayistische Film nimmt sich Zeit für feinsinnige Beobachtungen und Anekdoten. – Programmkino.de

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
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