drucken

Detroit

Detroit

US, 2017, 143 min, Engl./OmdtU, R: Kathryn Bigelow, K: Barry Ackroyd, D: John Boyega, Anthony Mackie, Will Poulter, Algee Smith, Samira Wiley, John Krasinski 


Drama über die fünftägigen Detroiter Bürgerrechtsaufstände im Sommer 1967.

Der Sommer 1967 ist ein ausschlaggebender Moment in der modernen amerikanischen Geschichte, als das Land von wachsenden politischen und sozialen Unruhen heimgesucht wird. Die Eskalation des Vietnamkriegs sowie jahrzehntelange Ungleichheit und Unterdrückung fordern ihren Tribut. Die Unzufriedenheit und kochende Wut finden schließlich ihren Höhepunkt in den Großstädten, wo die afroamerikanische Gemeinschaft seit jeher mit systematischer Diskriminierung sowie hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat. Kathryn Bigelows neuestes Werk fokussiert sich auf die schreckenerregenden Ereignisse eines Abends während der Bürgerrechtsaufstände in Detroit: Als zwei Tage nach Beginn der Rebellionen auf der Anlage eines Motels Pistolenschüsse gemeldet werden, rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an. Statt sachlich zu ermitteln, kommt es zu einer von Vorurteilen und Gewalt geprägten Razzia. Die anwesenden Motelgäste müssen sich einem gefährlichen Verhör unterziehen – in Isolation sollen sie durch Einschüchterung zum Geständnis gedrängt werden. Das lebensbedrohliche Machtspiel eskaliert und bringt schwerwiegende Folgen mit sich…
Sie ist eine der visionärsten und intelligentesten Thriller- und Action-Regisseurinnen unserer Zeit. Ihre Filme sind so hautnah an den Ereignissen, dass dem Zuschauer der Atem stockt: Kathryn Bigelow erzählt Geschichten, die bewegen, erschüttern, nachdenklich machen – und vor allem in jeder Hinsicht fesseln. Mit ihren letzten beiden Filmen TÖDLICHES KOMMANDO – THE HURT LOCKER (6 Oscars u.a. für »Bester Film« und »Beste Regie«) und ZERO DARK THIRTY (5 Oscar-Nominierungen) fühlte sie unserer politischen Gegenwart auf den Zahn, mit DETROIT begibt sie sich nun auf historisches Terrain, das zwar Jahrzehnte zurückliegt, aber dennoch bestürzende Parallelen zu unserer Gegenwart erkennen lässt.

DIE VERGANGENHEIT
ALS SPIEGEL FÜR DIE GEGENWART
Jegliche Ähnlichkeit zwischen den in DETROIT gezeigten Ereignissen und den aktuell in den USA geführten Diskussionen über institutionellen Rassismus sind natürlich vollkommen beabsichtigt, geben die Filmemacher zu. »Ich halte es für wichtig, diese Geschichte jetzt zu erzählen«, sagt Produzent und Drehbuchautor Mark Boal. »Denn wer auf die Vergangenheit blickt, bekommt oft auch eine neue Sicht auf die Gegenwart. So kann man die Frage stellen, was sich alles verändert hat. Und natürlich auch, was sich eben nicht verändert hat.« Die Ereignisse des Sommers 1967 in Detroit und anderen amerikanischen Großstädten waren, so Boal, »nicht ein Einzelfall der Geschichte. Sie waren Teil eines zusammenhängenden Ganzen. Und dieses großen Ganzen müssen wir uns viel mehr bewusst werden.«

__ Ein zermürbender, alptraumhafter, grimmig lebendiger Film über einen Aufstand. DETROIT zeigt eines der dunkelsten Kapitel amerikanischer Geschichte. Unnachgiebig, nicht zu verpassen und erschreckend relevant. – Empire UK

__ So kraftvoll wie aktuell. – Variety

Nächste Spieltermine:

Fr. 24. November 20:10 Uhr OmU City 1
Sa. 25. November 20:10 Uhr OmU City 1
So. 26. November 11:00 Uhr OmU City 1
20:10 Uhr OmU City 1
Mo. 27. November 20:10 Uhr OmU City 1
Di. 28. November 20:10 Uhr OmU City 1
Mi. 29. November 20:10 Uhr OmU City 1
Do. 30. November 20:10 Uhr OmU City 1
Zum Reservieren klicken Sie bitte auf den gewünschten Termin. Bitte beachten Sie, dass u. U. nicht für jede Vorstellung reserviert werden kann.
Programmänderungen (auch Saalwechsel) vorbehalten.
Detroit
Moviemento-Programmzeitung
Nr 346 - November 2017
Bestes Kino EuropasRettet das Kulturland OÖKIK 2017/18National Theatre Live 17/18Premiere: Was uns bindetBuchpräsentation: Hans Hurch - Vom Widerschein des KinosAlp-Con Cinema Tour 2017
schliessen [X]
Film der Woche: The Square