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Widows

Widows

GB/US 2018, 130 min, Engl./OmdtU, R: Steve McQueen, K: Sean Bobbitt, D: Viola Davis, Michelle Rodriguez, Elizabeth Debicki, Cynthia Erivo, Colin Farrell, Liam Neeson 


Thriller um Witwen, die den Banküberfall, bei dem ihre Männer getötet wurden, zu Ende führen wollen. Basierend auf einer britischen Miniserie.

Vier Gangster kommen bei einem gewagten Coup ums Leben, was ihre Witwen zwingt, sich zusammenzutun und einen letzten, bereits vorbereiteten Raubzug durchzuziehen, um finanziell nicht unter die Räder zu kommen. Dass die in Verbrechensfragen völlig unerfahrenen und so ungleichen Damen dabei zusätzlich noch korrupten Politikern und kompromisslosen Gangstern ins Gehege kommen, erhöht den Einsatz um ein Vielfaches.
Pulsierender Heistthriller nach einer BBC-Serie aus den Achtzigerjahren, die der
Oscargewinner für 12 YEARS A SLAVE Steve McQueen als Gegenentwurf zu OCEAN'S 8 positioniert. Der Clou des Films, den McQueen mit GONE GIRL-Autorin Gillian Flynn schrieb, ist seine Bodenhaftung, seine Erdung in einer realistischen Welt, in der alle Figuren wahrhaftig und glaubwürdig wirken, auch dank den Darstellerinnen, allen voran Viola Davis, die sich mit ihrer Performance für einen weiteren Oscar nach FENCES empfiehlt.

REGIESTATEMENT
Ich erinnere mich noch genau, wie ich als 13-Jähriger erstmals Lynda La Plantes TV-Serie »Widows« sah. Ich lag bäuchlings auf dem Teppichboden des elterlichen Hauses, das Kinn in die Handflächen gestützt. So sah ich damals üblicherweise fern. Die Show versetzte mich augenblicklich tief hinein in eine kriminelle Welt, in der die Frauen die verletzlichsten, am meisten übersehenen Figuren waren. Sie schienen dazu verdammt zu sein, nur nach ihrem Aussehen beurteilt zu werden. Dennoch nahmen sie die Herausforderung an, stemmten sich gegen ihre stereotype Beurteilung. Sie veränderten sich, wuchsen über sich hinaus, nahmen ihr Schicksal in die eigenen Hände. In jenen Jahren fühlte ich mich jenen Frauen gleich, auch ich wurde ähnlich wie sie beurteilt. Ihre Gegner glauben, dass diese Witwen zu nichts in der Lage sind – und dann beweisen sie das Gegenteil. Das hatte einen nachhaltigen Einfluss auf mich.
Um die Story von damals ins Heute zu bekommen, habe ich die Location von
WIDOWS verändert. Statt wie im Original im London der frühen 1980er-Jahre spielt mein Film im Chicago der Jetztzeit. Das war für mich elementar, wollte ich mich doch mit Politik, Religion, Klassengesellschaft und Kriminalität beschäftigen. Und zwar im heutigen Chicago, das stellvertretend für unsere derzeitige Welt steht.
Für mich besteht der Kernpunkt der Geschichte darin, dass sich vier Frauen verschiedener Ethnien, die aus gegensätzlichen Schichten stammen und entsprechend finanziell unterschiedlich aufgestellt sind, zusammentun, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Sie haben verstanden, dass sie, indem sie kooperieren, alles erreichen können.

Nächste Spieltermine:

Di. 11. Dezember 18.00 Uhr OmU City 2
20.00 Uhr OmU City 1
Mi. 12. Dezember 16.30 Uhr OmU City 2
20.00 Uhr OmU City 1
Do. 13. Dezember 16.30 Uhr OmU City 2
20.00 Uhr OmU City 1
Fr. 14. Dezember 19.30 Uhr OmU City 2
Sa. 15. Dezember 19.30 Uhr OmU City 2
So. 16. Dezember 13.15 Uhr OmU Movie 1
20.30 Uhr OmU City 2
Mo. 17. Dezember 20.30 Uhr OmU City 2
Di. 18. Dezember 20.50 Uhr OmU City 2
Mi. 19. Dezember 20.45 Uhr OmU City 2
Do. 20. Dezember 20.50 Uhr OmU City 2
Zum Reservieren klicken Sie bitte auf den gewünschten Termin. Bitte beachten Sie, dass u. U. nicht für jede Vorstellung reserviert werden kann.
Programmänderungen (auch Saalwechsel) vorbehalten.
Widows
Moviemento-Programmzeitung
Nr 359 - Dezember 2018
Klassik im Kino 18/19Rearview
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Film der Woche: Astrid