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Euphoria

Euphoria

SE/DE 2017, 98 min, R: Lisa Langseth, K: Rob Hardy, D: Alicia Vikander, Eva Green, Charlotte Rampling, Charles Dance, Adrian Lester, Mark Stanley 


Atmosphärisch dichtes und emotionales Mystery-Drama mit Alicia Vikander, Eva Green und Charlotte Rampling in den Hauptrollen.

Seit Jahren hatten die Schwestern Ines und Emilie keinen Kontakt mehr zueinander. Jetzt aber erhält Ines eine dringliche Einladung Emilies, sie auf einer mysteriösen Europareise zu begleiten. Sie willigt ein, wenn auch widerstrebend. Erst als sie ihr Ziel erreichen, ein geheimnisvolles Schloss inmitten einer abgelegenen Waldlichtung, begreift Ines, warum Emilie sie an genau diesen Ort geführt hat. Sechs Tage bleiben den Schwestern, sich mit ihrer bewegten Vergangenheit, die sie auf völlig unterschiedliche Lebenswege geführt hat, mal temperamentvoll, mal melancholisch auseinanderzusetzen. Marina, die Leiterin des surrealen Anwesens, wird dabei für die Schwestern zu einer vermittelnden Instanz.
Mit EUPHORIA gelingt der schwedischen Regisseurin Lisa Langseth ein atmosphärisch dichter, emotionaler und spannender Film, in dem dunkle Geheimnisse, Lügen und Verrat dreier starker Frauen eine wichtige Rolle spielen. EUPHORIA ist ein fein geschliffenes Drama über Familie, Leben und Vergänglichkeit.

AUS EINEM INTERVIEW MIT ALICIA VIKANDER:
Was ist das Zentrum dieser Geschichte?
Mich reizten weniger die existenziellen Fragen zu Leben und Tod, sondern die Beziehungen der Familienmitglieder. Die Schwestern Emilie und Ines sind sehr verschieden. Sie müssen in begrenzter Zeit versuchen, sich einander zuzuwenden. Und darin liegt das Herz der Geschichte, denn Emilie macht Ines dabei ein großes Geschenk: Sie nimmt ihr ihre Schuldgefühle. Emilie weiß, wie wichtig das ist, sie hat jenen klaren Blick, der sich vermutlich einstellt, wenn man nur noch wenige Tage leben wird. Es ist ein sehr zurückhaltender Film, aber das Drama ist nichtsdestotrotz groß. Tatsächlich ist die Geschichte manchmal ziemlich hart, aber im Grunde erzählt sie von der Liebe.

Was macht Eva Green aus der Figur Emilie?
Eva ist eine brillante Schauspielerin. Man spürt die Verletzlichkeit an ihr, aber nach außen hin zeigt sie Stärke und eine fast stoische Ruhe. Wir haben eine gewisse äußerliche Ähnlichkeit als Schwestern Emilie und Ines, aber im Innern verkörpern wir einen Gegensatz. Das wird auf der Leinwand sofort sichtbar. Es war unser Ziel, zwei Frauen zu zeigen, die aus derselben Familie kommen, aber sonst wenig gemeinsam haben.

Erzählen Sie uns ein bisschen von Charlotte Rampling?
Wir hatten so ein Glück, dass eine Kinolegende wie Charlotte Rampling sich zu unserem Film dazugesellte! Der Kampf zwischen den Schwestern ufert so stark aus, dass es wichtig ist, jemanden als Vermittler zwischen ihnen zu haben. Den meisten Menschen fällt es schwer, sich unangenehme Wahrheiten von einem Familienmitglied sagen zu lassen. Man hört sie leichter, wenn sie von einer fremden Person kommen. Diese Aufgabe fällt Marina zu. Sie ist der Schlüssel für die Verständigung zwischen Ines und Emilie.

__Mit ihrem emotional intimen Drama entwirft die Regisseurin Bilder von visueller Tiefe. – Programmkino.de

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Euphoria
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