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Nicht von schlechten Eltern

Nicht von schlechten Eltern

AT 2018, 86 min, R: Antonin Svoboda 


Der Film begleitet Eltern mit ihren Babys dabei, wie sie – im geschützten Raum der Psychotherapie – die Dramatik dieser ersten Lebenszeit verhandeln und bearbeiten.

NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN thematisiert die Herausforderungen der ersten Lebensphase eines Menschen, der Zeit vor, während und nach der Geburt – aus der Perspektive des Kindes, der Eltern und des Therapeuten. Über ein Jahr lang begleitete Antonin Svoboda drei Familien mit neugeborenen Babys und Kleinkindern, deren Probleme ganz unterschiedlich sind.
Denn der Druck, dem Eltern ausgesetzt sind, alles richtig zu machen, die Perfektion des Familienglücks zu erreichen, ist immens. Dazu kommen oft finanzielle Sorgen, Überforderung, Probleme in der Schwangerschaft, Probleme in der Partnerschaft, der niederschmetternde Zustand, wenn das alles nicht so klappt wie erhofft. Und das Kind, das den aufreibenden Geburtsprozess hinter sich hat und sich aus verschiedenen Gründen schwer tun kann, in der Welt anzukommen. Babys versuchen, dies in ihrer ganz eigenen Sprache mitzuteilen. Die Folgen können eine zermürbende Unausgewogenheit im Schlaf-Wach-Rhythmus und große Unruhe sein.
Die filmische Inszenierung setzt auf ruhige Aufnahmen, in denen die Konfrontation mit den Problemstellungen hautnah, aber immer respektvoll distanziert begleitet wird. Das Hauptaugenmerk ist dabei stets auf die Arbeit des Therapeuten Thomas Harms mit den Müttern, Vätern, Kindern gerichtet. Pointierte Interviews mit SpezialistInnen, die anschaulich Einblicke in das Innenleben von Familien- und Sozialstrukturen geben, umrahmen die Therapiesequenzen.

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Nicht von schlechten Eltern
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Nr 350 - März 2018
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