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Ita Rina: Ein Filmstar, der eine Einladung aus Hollywood ablehnte

Ita Rina

SI, 2017, 72 min, R: Marta Frelih, K: Rado Likon 


Umfassende und sehr persönliche Doku über ein mutiges, talentiertes junges Mädchen aus der kleinen slowenischen Stadt Divača, die in den 20er Jahren ein europäischer Filmstar wurde.

Um ihre Träume zu erfüllen, lief sie sogar von daheim weg, um in der damaligen europäischen »Filmhauptstadt« Berlin ein Vorsprechen zu wagen und stieg kaum 2 Jahre später, im Jahr 1929 bereits zum gefeierten Filmstar auf. Ita Rinas (1907-1979) persönliche Biographie beruht auf ihren Memoiren, Briefen, Interviews und gedruckten Filmkritiken – ihr Name war zu ihren Lebzeiten der am meisten erwähnte slowenische Name in den Zeitungen. Sie hatte statt ihres Geburtsnamens Ida Kravanja den Künstlernamen Ita Rina angenommen, nach ihrer Heirat in Belgrad erhielt sie einen orthodoxen Namen und den Familiennamen ihres Ehemanns - Tamara Džordževič.
Ita Rina drehte über 40 Filme in Europe, lehnte aber alle Einladungen aus Hollywood aus Liebe zu ihrem Mann ab. Mit dem Film EROTIKON wurden Ita Rina und der unbekannte Regisseur Gustav Machaty weltberühmt. Der Streifen wurde ein Riesenerfolg in Paris. Selbst nach einem Jahr in den französischen Kinos lief der Film in mehr als 50 Kinos in Paris.
Die französische Presse verglich Ita Rina mit den Schauspielerinnen Eleonora Duse und Gabrielle Rejane und nannte sie die »Sarah Bernhard der großen Leinwand«, speziell für die brillanteste Leistung ihrer Filmkarriere in dem Film »Tonka of the Gallows« 1930. Das französische Film Magazin »Cinemonde« schrieb, sie konkurriere erfolgreich mit Greta Garbo und Marlene Dietrich, tschechische Kritiker nannten sie eine »großartige Tragödiendarstellerin«, Esten und Kroaten schrieben Lieder über Ita Rina.
An der Spitze ihres Erfolgs zog sie nach Belgrad, um dort zu heiraten. Sie drehte danach noch einige Tonfilme für das Königreich Jugoslawien und Deutschland, nach dem zweiten Weltkrieg änderte sich ihr Leben jedoch dramatisch und Ita Rina fiel in Vergessenheit. Im Jahr 1960 gab ihr der junge Regisseur Veljko Bulajič (später Oscar nominiert) die letzte Nebenrolle in dem Film WAR. Der Film wurde beim Filmfestival in Venedig vorgestellt und zahlreiche Journalisten erkannten in ihr den legendären Stummfilmstar und baten sie um Interviews.

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
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