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Meine Cousine Rachel

My Cousin Rachel

US/GB, 2017, 106 min, R: Roger Michell, K: Mike Eley, D: Rachel Weisz, Sam Claflin, Iain Glen, Holliday Grainger, Poppy Lee Friar, Andrew Knott 


Ein junger Engländer hegt Rachegefühle gegen seine Cousine, die er des Mordes verdächtigt. Doch sehr schnell gerät er in den Bann der jungen Frau.

Philip Ashley ist am Boden zerstört, als er erfährt, dass sein Cousin und Vormund Ambrose Ashley in Italien ums Leben gekommen ist. Der Mann, der stets eine Vaterfigur für ihn war, hatte seiner Gesundheit wegen die Reise in das wärmere Land auf sich genommen und Philip kurz darauf über seine Hochzeit mit einer gewissen Rachel informiert. Einige Zeilen in Ambrose‘ Briefen lassen Philip nun nachträglich vermuten, dass seine angeheiratete Cousine, von der er bisher nur schriftlich gehört hat, etwas mit dem Tod seines Vormundes zu tun hatte. Doch dann taucht Rachel eines Tages in England auf, und Philip kann die Frau nicht abweisen – vor allem deshalb nicht, weil die verarmte Witwe nichts von ihrem verstorbenen Ehemann geerbt hat, sondern dieser in seinem Testament alles Philip vermacht hat. Seine anfänglichen Rachepläne beginnen zu wanken, je länger Rachel in seinem Haus bleibt, und aus Hass wird langsam, unter dem besorgten Blick seines Paten Nick Kendall und dessen Tochter Louise, Liebe.

PRODUKTIONSNOTIZ:
Erfüllt von einer eindringlichen Atmosphäre aus Verlangen und Misstrauen erzählt das Buch die Geschichte eines ziemlich naiven Junggesellen, der herauszufinden versucht, ob die charmante Witwe seines Vormunds tatsächlich die Frau seiner Träume ist... oder eine eiskalte Mörderin, der es nur um die Erbschaft geht. Als Rachel schließlich dem Anwesen ihres verstorbenen Mannes Ambrose einen Besuch abstattet, trifft Philip auf eine Frau, die ganz anders ist als die niederträchtige Giftmischerin aus Ambrose‘ verworrenen Briefen von seinem Totenbett. Regisseur Roger Michells Entscheidung, die doppelbödige Spannung, die Du Maurier niemals aufklärt, auch konsequent im Drehbuch durchzuhalten, war entscheidend für die Bearbeitung des Romans. Die Geschichte handelt von einer Suche nach Wahrheit, einer Suche, die den Leser und auch Philip genüsslich quält… und selbst noch in den letzten Momenten des Films nicht aufgeklärt wird. »Ich glaube, wenn man sicher wäre, was Rachel getan oder nicht getan hat, würde die Geschichte nicht funktionieren«, erklärt Michell. »Ich finde es spannend, einen Film zu drehen, bei dem ein Teil des Vergnügens in dem Wissen besteht, dass die Zuschauer am Ende diskutieren werden... 'Hat sie es getan oder nicht?'.«

__ Am Thriller-Talent von Daphne du Maurier fand schon Hitchcock sein Gruselvergnügen und verfilmte deren »Rebecca« und »Die Vögel«. Suspense-stark gerät auch diese schillernde Story um Liebe, Leidenschaft sowie einen mysteriösen Todesfall. Das Psycho-Liebesdrama überzeugt durch eine durchweg spannende Inszenierung, den visuellen Einfallsreichtum sowie eine leinwandpräsente Rachel Weisz, der das Verwirrspiel virtuos gelingt. – Programmkino.de

__ Meine Cousine Rachel ist nicht nur eine triumphale Übung in dunkel-verführerischer, romantischer Mehrdeutigkeit, sondern packt einen endgültig durch die Tragweite der ganzen Geschichte. – LA Times

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Meine Cousine Rachel
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Nr 344 - September 2017
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