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Die Schlösser aus Sand

Les Châteaux de sable

FR, 2015, 102 min, R: Olivier Jahan, K: Fabien Benzaquen, D: Emma de Caunes, Yannick Rénier, Jeanne Rosa, Christine Brücher, Alain Chamfort, Gaëlle Bona 


Tragikomischer Liebesfilm in dem ein ehemaliges Paar sein Haus in der Bretagne verkaufen muss und seinen Erinnerungen begegnet.

Bretagne, Côtes d'Armor: Éléonore ist mit ihrem Ex-Freund Samuel in das Haus ihres Vaters am Meer zurückgekehrt, in dem sie und Samuel viele glückliche Sommer verbracht haben, als sie noch ein Paar waren. Nach dem Tod ihres Vaters muss Éléonore das Haus verkaufen, und Samuel hat ihr angeboten, ihr dabei zu helfen. Eigentlich wissen beide, dass sie noch viel füreinander empfinden, aber sie kommen nicht dazu, gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen, denn die Immobilienmaklerin Claire führt einen potentiellen Käufer nach dem anderen durch das Haus, und eine Nachbarin, die das Ganze aus der Ferne beobachtet, scheint ihre ganz eigenen Erinnerungen an das Haus und Éléonores Vater zu haben…
Diese wunderbar tragikomisch inszenierte Liebesgeschichte aus der Bretagne gewann auf der Filmkunstmesse Leipzig 2016 den Publikumspreis und war in den deutschen Kinos der Überraschungserfolg des Frühjahrs.

AUS EINEM INTERVIEW MIT DEM REGISSEUR:
Bei Ihrer Inszenierung würde ich gern auf zwei wichtige Gestaltungsmittel zu sprechen kommen. Zunächst auf die Off-Stimme, die die Geschichte erzählt und ihr Rhythmus gibt…
Das führt zurück zum Drehbuch, auf das Vorbild eines Romans. Die Szenen des Films fungieren hier eher wie Kapitel als klassische Filmsequenzen im Stil von: Szene 24, Innen/ Tag…Wir mussten auch ziemlich schnell drehen, und im Blick behalten, wie wir ganze Abschnitte aus dem Leben von Éléonore, ihrem Vater oder Samuel darstellen konnten. Da ich den Text, den ich mit Diastème geschrieben hatte, sehr mochte und es schade fand, ihn nicht voll auszunutzen, bot sich die Off-Stimme auf natürliche Weise an. Dieses Vorgehen ist vielleicht für einige Zuschauer am Anfang ungewohnt, aber ich glaube, man lässt sich schnell darauf ein.

Die andere überraschende Entscheidung: die Tatsache, dass einige ihrer Figuren sich gelegentlich direkt an uns wenden, in die Kamera schauen…
Darauf lege ich großen Wert, auch wenn ich beim Schnitt einige von diesen Monologen weggenommen habe. Ich glaube, es erlaubt uns, in den entscheidenden Momenten sehr wirkungsvoll in die intimsten Gedanken von Éléonore oder Samuel vorzudringen. Die Texte waren so geschrieben, die Leser fanden das sehr reizvoll, und ich musste eine visuelle Umsetzung für diese Momente finden. Wir haben übrigens lange danach gesucht, während der Dreharbeiten, was spannend war.

__ DIE SCHLÖSSER AUS SAND ist einer jener raren Glücksfälle, die dem Leben selbst zuschauen. –Kölner Stadtanzeiger

__ Eine melancholisch-hintersinnige Komödie über Liebe und Verlust. – Westdeutsche Zeitung

__ Tragikomisch, verspielt, zu Herzen gehend: ein Kinowunder aus Frankreich. – Cinema

__ Einer der schönsten Filme, die bislang in diesem Jahr ins Kino gekommen sind. – Strandgut

__ Eine bittersüße Komödie voll emotionaler Dichte und Sinn für trockene Situationskomik über das Loslassen, Wachsen und Reifen. – AZ/München

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Die Schlösser aus Sand
Moviemento-Programmzeitung
Nr 343 - Juli/August 2017
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