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Ein Kuss von Béatrice

Sage femme

FR, 2017, 117 min, R: Martin Provost, K: Yves Cape, D: Catherine Deneuve, Catherine Frot, Olivier Gourmet, Mylène Demongeot, Quentin Dolmaire 


Die Tragikomödie um zwei gegensätzliche Frauen vereint zum ersten Mal mit Catherine Frot und Catherine Deneuve zwei Grandes Dames des französischen Kinos in einem nuancenreich umwerfenden Spiel auf der Leinwand.

Claire ist eine Hebamme mit Leib und Seele. Mit den Jahren jedoch sieht sie sich immer mehr mit den modernen, unpersönlichen Methoden der Krankenhäuser konfrontiert, die mehr auf Effizienz als auf Claires Einfühlsamkeit Wert legen. Sie beginnt, sich und ihre Fähigkeiten in Frage zu stellen. Da erhält sie eines Tages einen Anruf von Béatrice, der frivolen und extravaganten früheren Geliebten von Claires verstorbenem Vater. Béatrice hat wichtige Neuigkeiten und möchte, nachdem sie vor 30 Jahren spurlos verschwand, Claire nun dringend wiedersehen. Mit der pflichtbewussten und zurückhaltenden Claire und der lebenslustigen Béatrice prallen Welten aufeinander. Mit ihrem unerwarteten Wiedersehen werden nicht nur alte Erinnerungen wach und Geheimnisse gelüftet, es wird auch nichts mehr so sein, wie es war…
Mit der Tragikomödie EIN KUSS VON BÉATRICE kommt eines der Highlights des französischen Kinojahres auf die Leinwände. Regisseur und Drehbuchautor Martin Provost ist es gelungen, zwei Grandes Dames des französischen Kinos zum ersten Mal vor der Kamera zu vereinen. Catherine Deneuve und Catherine Frot brillieren als zwei Frauen, die sich in einem für beide entscheidenden Moment ihres Lebens wiederbegegnen. In weiteren Rollen spielen Olivier Gourmet und Kinolegende Mylène Demongeot sowie Quentin Dolmaire.

AUS EINEM INTERVIEW
MIT DEM REGISSEUR
Wie kamen Sie darauf, die Geschichte einer Hebamme zu erzählen?
Ich wurde bei der Geburt von einer Hebamme gerettet. Sie gab mir ihr Blut und schenkte mir dadurch das Leben. Dies tat sie mit Diskretion und Bescheidenheit. Als mir meine Mutter vor zwei Jahren davon berichtete, begann ich sofort nach ihr zu suchen, obwohl ich nicht mal ihren Namen kannte. Die Aufzeichnungen des Krankenhauses, in dem ich zur Welt kam, waren vernichtet worden, somit gab es keinerlei Spuren. Meine Mutter erinnerte sich, dass die Geburtshelferin schon älter war, das heißt, sie ist inzwischen vermutlich verstorben. Ich habe mich daher entschlossen, ihr auf meine Weise Tribut zu zollen, indem ich diesen Film ihr und all den namenlosen Frauen widme, die im Schatten bleiben und ihr Leben in den Dienst von anderen stellen, ohne dafür jemals Dank zu empfangen.
EIN KUSS VON BÉATRICE ist jedoch kein autobiographischer Film. Ich wollte nicht meine Geschichte erzählen, das war nur ein Vorwand, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Zuerst, um besser zu verstehen, was mit mir in der Geburtsnacht geschah, und später, um ein genaueres Bild vom Beruf der Hebamme zu bekommen, traf ich mich mit einer ganzen Reihe von Geburtshelferinnen. Nach und nach schälte sich die Geschichte von Claire heraus. Ich wollte eine Hebamme porträtieren, die sich der unmittelbaren Anforderungen ihrer Zeit bewusst ist und sich an einem Wendepunkt in ihrem Leben befindet.

__ Ein schöner, anspruchsvoller und eleganter Film. – La Croix

__ Ein freundlicher, das Leben feiernder Film. – Der Tagesspiegel

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Ein Kuss von Béatrice
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