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The Dinner

The Dinner

US, 2017, 120 min, R: Oren Moverman, K: Bobby Bukowski, D: Richard Gere, Laura Linney, Steve Coogan, Rebecca Hall, Chloë Sevigny, Charlie Plummer 


Der Thriller erzählt als Romanverfilmung davon, wie weit Richard Gere, Laura Linney, Steve Coogan und Rebecca Hall als Eltern gehen würden, um ihre Kinder zu beschützen, auch wenn diese etwas Falsches getan haben.

Als Stan Lohman, einflussreicher Abgeordneter mit Ambitionen auf den Posten des Gouverneurs, seinen Bruder Paul und dessen Frau Claire einlädt, den Abend mit ihm und seiner Frau Katelyn im feinsten Nobelrestaurant der Stadt zu verbringen, wissen alle Beteiligten, dass dies kein gemütlicher Abend werden wird. Das Verhältnis von Stan und Paul ist seit eh und je konfliktbeladen, doch nun wird es ernsthaft auf die Probe gestellt. Ihre beiden 16-jährigen Söhne haben ein schreckliches Verbrechen begangen, sind aber als Täter noch nicht identifiziert worden. Mit etwas Glück könnten sie also ungestraft davonkommen, doch für die Eltern stellt sich jetzt die Frage, ob Vertuschen und Verdrängen hier wirklich die beste Lösung wäre. Der Abend entwickelt sich zu einem nervenaufreibenden Psychoduell, bei dem so manch lang gehütetes Familiengeheimnis und weitere unangenehme Überraschungen ans Licht kommen...
Ein cleverer, ein verrätselter, ein hochintelligenter Film. Lange lässt uns Regisseur Oren Moverman im Unklaren, worum es in THE DINNER überhaupt geht, spannt uns auf die Folter mit raffinierten Andeutungen und verschachtelten Hinweisen. Wenn die Informationen dann schließlich präsentiert werden – hübsch nacheinander wie die lukullischen Köstlichkeiten am wichtigsten Schauplatz der Geschichte, einem edlen Nobelrestaurant –, wird mit jeder neuen Erkenntnis vor allem eines klar: dass so ziemlich gar nichts klar ist. Wer in diesem grimmig-grotesken Familienclinch glaubt, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben, der liegt garantiert daneben. Und wer denkt, er habe alles verstanden und jeden durchschaut, sollte lieber noch einmal ganz genau hinsehen.
Mit THE DINNER ist Moverman das richtige Werk zur richtigen Zeit gelungen. Ohne vordergründig zu politisieren, thematisiert er Fragen, die in Zeiten wegbrechender Sicherheiten und verfallender Wertvorstellungen uns allen unter den Nägeln brennen. Das macht ihn zu einem wichtigen, einem spannenden, einem hochbrisanten Film.

__ Moverman gleicht die mögliche Theatralik mit seiner fließenden filmischen Bravour aus. Er hört nicht auf, zu überraschen, und er gibt dem Drama einen Spritzer giftige Eleganz. – Variety

__ Im Laufe eines Abends verwandelt sich THE DINNER von einem gehobenen Doppel-Date zu einem brodelndem Ausschlachten der Oberschicht, die unter ihrer gut betuchten Fassade moralisch verwest ist. – LATimes

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
The Dinner
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Nr 341 - Juni 2017
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