drucken

Die Frau im Mond – Erinnerung an die Liebe

Mal de pierres

FR, 2016, 121 min, R: Nicole Garcia, K: Christophe Beaucarne, D: Marion Cotillard, Louis Garrel, Alex Brendemühl, Brigitte Roüan, Victoire Du Bois, Aloïse Sauvage 


Internationale Bestseller-Verfilmung über eine leidenschaftliche Frau auf der Suche nach der großen Liebe.

Frankreich, Anfang der vierziger Jahre: Die junge Gabrielle träumt von der vollkommenen Liebe und löst zu einer Zeit, in der Ehen weniger aus Liebe als zur Absicherung geschlossen wurden, mit ihrer früh erwachten Sexualität einen Skandal aus. In ihrem bäuerlichen Heimatort wird sie für verrückt gehalten, bis ihre Eltern sie mit dem Saisonarbeiter José verheiraten, der sie zu einer achtbaren Frau machen soll. Gabrielle fühlt sich lebendig begraben. Als man sie wegen ihrer zerbrechlichen Gesundheit in ein Sanatorium in die Alpen schickt, erweckt der im Indochina-Krieg verwundete Leutnant André Sauvage erneut das in ihr drängende Bedürfnis nach leidenschaftlicher Liebe. Nach Jahren in einer starren Vernunftsehe scheint Gabrielle ein spätes Glück vergönnt...

NICOLE GARCIA ÜBER IHREN FILM
Die Grundidee zu meinem Film entstammt einem Roman von Milena Agus, der mir auf sehr kraftvolle Weise vor Augen führte, wie ein Frauenschicksal aussehen kann. Aber Romane verlangen nach Interpretation und Neuerfindung. Um eine Geschichte als meine eigene erzählen zu können, muss ich sie mir aneignen können, ohne Wenn und Aber. Es ist ja durchaus möglich, von einer Originalgeschichte abzuweichen, ohne ihre eigentliche Bedeutung, ihren innersten Kern zu verraten, und ich glaube, das ist Jacques Fieschi und mir gelungen, als wir das Drehbuch schrieben. Wir haben tatsächlich viele Dinge verändert, weiterentwickelt und neue Sachen hinzuerfunden. Aber ich habe nie aus den Augen verloren, was es war, das mich ursprünglich zutiefst an dieser Geschichte bewegt hatte, also den eigentlichen Grund, weshalb sie mich dermaßen fasziniert. Ich mag die Geschichte, weil sie auch in meinem Leben ihren Widerhall findet. Für mich repräsentiert sie das Imaginäre, seine Stärke und heilsame Kraft. Was Gabrielle durchlebt, habe ich ebenfalls erlebt und viele andere Frauen auch. Diese Stärke ist ein Teil von uns, eine Stärke, die universell ist und das Leben überlebensgroß gestaltet, und sie ist es, die uns das Wunderbare anstreben lässt, das Unbekannte.

__ In der Provence der 50er Jahre wird die eigensinnige Gabrielle in die Ehe mit einem Saisonarbeiter gedrängt. Nicole Garcias Melodram DIE FRAU IM MOND überzeugt durch altmodische Erzählqualitäten und eine exzellente Besetzung, aus der neben Marion Cotillard der Spanier Alex Brendemühl hervorsticht. – epdFilm

__ DIE FRAU IM MOND [bleibt] sachlich und kühl, lebt vom Kampf der Figuren und ihrem eher schweigsamen Ringen ihrer zwischen Liebe und Vernunft schwankenden Überlegungen – und ist gerade deshalb umso berührender, weil es damit das Dilemma der in sich und an sich leidenden Figuren so treffend beschreibt. – Programmkino.de

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Die Frau im Mond – Erinnerung an die Liebe
Moviemento-Programmzeitung
Nr 339 - April 2017
Klassik im Kino Saison 2016/17Kunst im Kino - Saison 2017Premiere: Paul Zauners Sound of SauwaldPremiere: Die MigrantigenIn Memoriam Bud Spencer: Zwei MissionareTricky Women Filmfestival go Linz