rEARview

Fundstücke des populären Kinos im Originalton
Freitag & Samstag ca.22.00 im City-Kino

Nahtlos anknüpfend an David Leitchs Action-Extravaganzen ATOMIC BLONDE und DEADPOOL 2, schließt Tom Cruise mit seinem Opus Magnum MISSION: IMPOSSIBLE – FALLOUT im September-REARVIEW die Schnittstelle zwischen Akteur und »Auteur«. Die Karriere von Cruise ist seit über dreißig Jahren eng mit einigen der wirkmächtigsten und prägendsten US-Regisseuren (Kubrick, Spielberg, Levinson, Mann) und Autoren (Aaron Sorkin, Robert Towne) verzahnt. Im letzten Jahrzehnt, in dem Cruise mit steigender Intensität eine symbiotische Arbeitsbeziehung mit Drehbuchautor und Regisseur Christopher McQuarrie eingegangen ist, wurde sein Name zusehends Synonym dessen, was vielen als »Spektakelkino« und »Hochkommerz« im Großkino schon immer Dorn im Auge gewesen sein will. Dabei kann man aber leicht übersehen, dass Cruise – bei aller Ironiebefreitheit – niemals die Kriterien für hochwertiges narratives Kino außer Acht lässt. In einer nie da gewesenen Größenordnung befindet er den Traum vom eskapistischen Massen-Unterhaltungskino durch eigenhändige Schwerstarbeit für noch nicht ausgeträumt. Keine kleine Unerhörtheit, solange Filmstudios wie Börsenunternehmungen agieren und kleinteilige Risikominimierung auf ihre Tagesordnung schreiben. Filmgeschichtlich ist Tom Cruise als Superstar, Produzent und Stuntman am ehesten wohl mit Buster Keaton vergleichbar. Es ist bezeichnend, dass Cruise just am Kulminationspunkt der MISSION: IMPOSSIBLE-Reihe, inmitten irrer Stunt-Superlative (Halo-Sprung, selbst geflogene Hubschrauber-Manöver, die sogar im Kinosessel Schwindel erregen), unvermutet und understated, einen nuancierten Schauspieler in sich zum Vorschein kommen lässt, der Superagent Ethan Hunt in subtiler Manier allzu schmerzlich-menschliche Facetten abringt und Sterblichkeit auf einmal ganz lebensnah verhandelt. 

Eine beschaulichere Spielart des persönlichen Gebrauchskinos lässt ein Held unserer Kindheit wieder aufflackern – Terence Hill legt nach 20 Jahren und im stolzen Alter von 79 Jahren einen neuen Kinofilm vor: Nach eigenem Drehbuch hat er als Regisseur und Hauptdarsteller mit MEIN NAME IST SOMEBODY einen sentimentalen (und nicht zu wehmütigen) Abgesang auf jenes Kino, das schon immer einen kleinen Traum von großer Freiheit in sich getragen hat, realisiert. In der Wüste von Almeria (Drehort vieler Spaghetti-Western und Stätte der Erstbegegnung von Mario Girotti und Carlo Pedersoli aka Hill und Spencer) spürt er gleichsam seiner eigenen Wandlung zur populären Ikone nach. Bei REARVIEW exklusiv im deutschen Sprachraum im italienischen (!) Originalton mit deutschen Untertiteln.

 

Termine entnehmen Sie bitte dem Wochenprogramm und den jeweiligen Filmseiten.

Wir freuen uns über Feedback an rearview@moviemento.at

 

 

Mein Name ist Somebody

Di 18. & Do 20. September

Mein Name ist Somebody
In IL MIO NOME È THOMAS ist der Star des Italowesterns Terence Hill als Easy Rider zu sehen, der die Einsamkeit der Wüste sucht.
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Mission: Impossible – Fallout

ab Fr 31. August

Mission: Impossible – Fallout
Im sechsten Action-Abenteuer muss Geheimagent Ethan Hunt mit seinem Team eine nukleare Bedrohung von der Welt abwenden.
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