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Ein Dokumentarfilm, in dem die
Oberösterreicherin Carola Mair die Situation Nicaraguas heute –
25 Jahre nach der siegreichen Revolution der Sandinisten gegen die Diktatur
Somozas – durchleuchtet.
Ein Film über die Armut, den Mangel an Kultur und was dagegen getan
wird. Der Versuch, neue Wege zu finden, um eine Kultur der Solidarität
zwischen dem reichen Österreich und dem armen Nicaragua zu schaffen.
Bestes Beispiel dafür: die „Casa de los tres Mundos“
– eine Kulturstiftung, gegründet von dem österreichischen
Schauspieler Dietmar Schönherr und dem nicaraguanischen Schriftsteller,
Priester und ehemaligen Kulturminister Ernesto Cardenal in Granada.
Wenn ich die Zeit Revue passieren lasse und daran denke, was den Ausschlag
zu diesem Film gegeben hat – war das sicher mein primäres Interesse
an der Kultur. Ich wurde zu diesem Film im wahrsten Sinn des Wortes hingeführt
– zuerst durch die Kultur, dann durch die eigene Bereitschaft mich
einfach auf dieses Abenteuer einzulassen – in das Armenhaus Nicaraguas
zu fahren – und schließlich durch meinen inneren Drang, etwas
zu bewegen. Vor allem aber um zu berühren. Was den Film anbelangt,
hatte ich Anfangs sicher jede Menge Berührungsängste. Nicht
mit der Kultur Nicaraguas, sondern mit der Armut, die in diesem Land herrscht
und mit den politischen Zuständen. Und ich stand auch sehr im Widerspruch
mit mir – denn manchmal konnte ich diese Berührung mit den
Leuten und dem Land fast nicht ertragen – so bewegt war ich. Z.B.
als wir auf dem Müllberg von Leon drehten, fühlte ich mich selbst
hoffnungslos verloren. Aber ich bekam auch wieder Hoffnung seitens einiger
Menschen, die in Nicaragua soziales Engagement beweisen. Wenn man so will,
kann man den Film überzeichnender weise als dokumentarische Odyssee
durch die Seelenlandschaft der Nicaraguaner sehen. So habe ich es zumindest
für mich erlebt. Carola Mair
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