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Der Räuber

Der Räuber

AT/DE, 2009, 98 min, OdF, R: Benjamin Heisenberg, K: Reinhold Vorschneider, D: Andreas Lust, Franziska Weisz, Florian Wotruba, Walter Huber 


1988 endete auf der österreichischen Westautobahn die Flucht eines Mannes, dem die Medien den Namen „Pumpgun-Ronnie“ gegeben hatten. Auf diesem spektakulären Fall und dem gleichnamigen Roman von Martin Prinz basiert "Der Räuber".

Der zweite Kinofilm des Berliner Regisseurs Benjamin Heisenberg (Schläfer, Filmfestival Cannes und Max-Ophüls-Preis 2006) porträtiert den Räuber als Hochleistungssportler seines Fachs, als Endorphin-Junkie, als Liebenden und Freiheitssucher. "Der Räuber" verbindet die Dramatik eines Gangstermythos mit der meditativen Apsychologie des Getriebenseins und der stillen Euphorie einer wahren Liebesgeschichte.
"Der Räuber" erzählt die Geschichte eines vielseitig begabten Mannes: Johann Rettenberger, erfolgreicher Marathonläufer und Serienbankräuber. Nüchtern und präzise misst er Herzfrequenz, Belastung, Ausdauer und Effektivität – bei Trainingsläufen ebenso wie bei den Banküberfällen, von denen er, aberwitzig maskiert und mit einer Pumpgun bewaffnet, vor der Polizei flüchtet. Er lebt unentdeckt mit seiner Freundin Erika in Wien, zieht immer wieder aus, leidenschaftlich und gierig nach dem Trip, der Bewegung und der Schönheit des Raubzugs. Als er entdeckt wird, tragen ihn seine Beine vor einem gewaltigen Polizeiaufmarsch davon.
Für Andreas Lust war der Dreh auch körperlich herausfordernd. Gemeinsam mit Autor Martin Prinz (der auch das Drehbuch mitverfasst hat) hat er sich zur Marathontauglichkeit hochtrainiert. Gedreht wurde auch beim Vienna City Marathon im Frühling. Lust lief Teile der Strecke mit und musste als einer der ersten Läufer ins Ziel am Heldenplatz einlaufen. Anzahl der Versuche: nur einer. „Ein Hammer“ war das, erinnert sich Lust, als ihm die Menschenmenge zugejubelt habe, nicht wissend, dass hier ein Film gedreht wurde. Der ORF-Kommentator zeigte sich live auf Sendung ob des unerwarteten Läufers (der in der offiziellen Liste natürlich nicht aufschien) verwirrt.
Episoden wie diese erzählt Lust gerne. Eigentlich, meint er, wollte Heisenberg die Bankräuber-Story „wie eine Tierdoku“ drehen. Eine „geniale“ Idee, wie Lust fand. Und zusagte. Von der Doku-Idee ist man mittlerweile wieder abgekommen, um mit dem Film eine breitere Masse zu erreichen.

Im Zuge der Recherchen traf sich Lust auch mit der Lebensgefährtin von „Pumpgun-Ronn“. Die wollte aber nicht viel erzählen. Für Lust aber genug, um herauszufinden, dass die Beziehung der beiden „im echten Leben noch wesentlich schräger gewesen sein dürfte, als wir sie im Film spielen.“
– Die Presse

"Was für ein Juwel von einem Film."
– Frankfurter Rundschau

"Ein starkes Stück Kino."
– Der Tagesspiegel

"Fiebernde Thrillerspannung."
– Der Spiegel

"Fulminant! Die Berlinale hat einen echten Adrenalin Stoß bekommen!"
– Berliner Morgenpost

"Ein Film, der sich einiges traut. Und dabei verdammt gut aussieht."
– perlentaucher.de

"All dies zusammen ergibt einen äußerst gelungenen Film, den man unbedingt
gesehen haben sollte."
– kino-zeit.de

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Der Räuber
Moviemento-Programmzeitung
Nr 253, Februar 2010
xe 11
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